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ASP-Kadaversuche mit der Wärmebilddrohne

Bricht die Afrikanische Schweinepest aus, entscheidet die schnelle Fallwildsuche darüber, ob sich die Seuche eindämmen lässt. WILDFLUG fliegt als zertifizierter ASP-Pilot systematische Suchflüge, markiert Fundstellen per GPS und übergibt eine saubere Dokumentation an Veterinäramt und Jägerschaft.

Die manuelle Suche in Dickungen, Feuchtgebieten oder hohen Kulturen ist langsam, kräftezehrend und trägt das Seuchenrisiko in die Fläche. Aus der Luft wird dieselbe Fläche in einem Bruchteil der Zeit erfasst — ohne dass Suchketten das Gebiet betreten müssen.

Wärmebilddrohne von WILDFLUG im Suchflug über freiem Gelände
Suchflug im Landkreis Göppingen
Sensorik
Wärmebild + 4K-RGB, Echtzeitübertragung
Suchmuster
GPS-gestütztes Raster, wiederholbar
Übergabe
Fundstellen als Karte/GPX mit Fotodokumentation
Gebiet
Baden-Württemberg und angrenzende Landkreise, nur nach behördlicher Freigabe

So läuft die Kadaversuche ab

  1. Freigabe und Briefing. Auftrag durch Veterinäramt, Kreisjägervereinigung oder Jagdpächter; Suchgebiet, Zonen und Hygieneauflagen werden festgelegt.

  2. Systematischer Suchflug. Das Gebiet wird im GPS-Raster abgeflogen; Wärmebild macht Kadaver auch unter Vegetation sichtbar, die RGB-Kamera sichert die Ansprache.

  3. Markierung der Fundstellen. Jeder Verdachtspunkt wird per GPS gespeichert und fotografiert — Bergungsteams laufen gezielt an, statt Flächen zu durchkämmen.

  4. Dokumentation und Übergabe. Karte, Koordinaten und Bildmaterial gehen an die zuständige Behörde — nachvollziehbar für das gesamte Seuchenmanagement.

Warum die Suche aus der Luft?

  • Große Flächen werden in kurzer Zeit erfasst — mit minimalem Personaleinsatz im Sperrgebiet.
  • Wärmebild findet auch versteckte oder teilverdeckte Kadaver, die Suchketten übersehen.
  • Weniger Bodenkontakt bedeutet weniger Verschleppungsrisiko und weniger Beunruhigung des Bestands.
  • Fundstellen sind exakt verortet — die Bergung wird planbar, die Meldekette belastbar.

Kosten

Seuchenlagen lassen sich nicht nach Hektar planen — Zäune, Restriktionszonen und Suchraster bestimmen den Ablauf. Deshalb rechnen wir nach Einsatzzeit ab und dokumentieren Flugzeit und abgesuchte Fläche prüffähig für die Behörde. Je Einsatztag sind 400 bis 600 Hektar Offenland realistisch.

RICHTWERT NETTO

Halber Einsatztag, bis 4 h
480 €
Ganzer Einsatztag, bis 8 h
890 €
Rahmenvereinbarung Landkreis
auf Anfrage

Zum Vergleich: ein Kadaversuchhund-Team kostet rund 600 € pro Tag und schafft einen Bruchteil der Fläche.

Alle Preise und Konditionen →

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Afrikanische Schweinepest: warum die Fallwildsuche entscheidet

Wie sich die Seuche ausbreitet, was in den Restriktionszonen gilt und welche Rolle die systematische Kadaversuche in der Bekämpfung spielt.

Was die ASP so hartnäckig macht

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Haus- und Wildschweine fast immer tödlich. Eine Impfung gibt es nicht. Der entscheidende Übertragungsweg ist nicht das kranke Tier, sondern der Kadaver: Das Virus bleibt in Kadavern und im Boden darunter über Monate infektiös, und Wildschweine kehren an solche Stellen zurück. Jeder unentdeckte Kadaver ist damit ein Herd, der ein Gebiet immer wieder neu ansteckt. Deshalb ist die Suche nach Fallwild und dessen fachgerechte Beseitigung die wirksamste einzelne Maßnahme.

Der rechtliche Rahmen

Nach einem bestätigten Fall richtet die zuständige Behörde Zonen mit abgestuften Auflagen ein. Auf EU-Ebene regelt das die Durchführungsverordnung (EU) 2023/594, die 2023 die vorherige Verordnung (EU) 2021/605 abgelöst hat; sie kennt die Sperrzonen I, II und III. Nach einem Ausbruch bei Wildschweinen wird das betroffene Gebiet als Sperrzone II geführt. In Deutschland legt die Veterinärbehörde darauf aufbauend Kern-, Gefährdungs- und Überwachungszone fest. Was wo erlaubt ist, entscheidet immer die zuständige Behörde im Einzelfall.

Warum Wärmebild und nicht nur Hunde

Kadaversuchhunde sind hervorragend, aber teuer, langsam auf großer Fläche und im Sommer nur begrenzt einsetzbar. Ein Team kostet rund 600 Euro am Tag und schafft eine begrenzte Fläche. Die Drohne deckt große Flächen in kurzer Zeit ab, dokumentiert jeden Fund mit GPS-Koordinate und liefert ein Protokoll, das die Behörde direkt verwenden kann. In dichter Vegetation ergänzen sich beide Verfahren: Die Drohne grenzt den Bereich ein, der Hund arbeitet ihn ab.

Was ein Einsatztag umfasst

Abgerechnet wird nach Einsatztag, weil sich die abgesuchte Fläche je nach Bewuchs, Relief und Wetterfenster stark unterscheidet. Enthalten sind Flugzeit, Auswertung, GPS-Punkte zu jedem Fund und ein Protokoll für die Behörde. Bei laufenden Suchen über mehrere Wochen sind Rahmenvereinbarungen sinnvoller als Einzeltage.

Häufige Fragen

Ist die Afrikanische Schweinepest für Menschen gefährlich?

Nein. Das Virus ist für Menschen ungefährlich und auch der Verzehr von Fleisch infizierter Tiere ist für den Menschen nicht gesundheitsschädlich. Für Haus- und Wildschweine verläuft die Seuche dagegen fast immer tödlich.

Warum ist gerade der Kadaver das Problem?

Weil das Virus dort über Monate infektiös bleibt, auch im Boden unter dem Kadaver. Wildschweine kehren an solche Stellen zurück und stecken sich neu an. Ein unentdeckter Kadaver hält ein Gebiet damit dauerhaft im Seuchengeschehen.

Wer darf in einer Restriktionszone fliegen?

Flüge in ASP-Zonen erfolgen ausschließlich mit behördlicher Genehmigung und in Abstimmung mit der Veterinärbehörde. Wir bringen die Registrierung als UAS-Betreiber, die eID am Gerät, den Kompetenznachweis und den Fernpilotenschein mit; die Geo-Zonen-Prüfung ist Teil jedes Auftrags.

Wie schnell können Sie starten?

Bei akuter Seuchenlage kurzfristig. ASP-Einsätze laufen unabhängig von der Saison. Melden Sie sich telefonisch, dann besprechen wir Zone, Fläche und Zeitfenster direkt.

Einsatz anfragen

Kurzfristige Termine sind möglich, gerade in der Mahd- und Erntezeit. Beschreiben Sie Fläche, Ort und Zeitfenster, wir melden uns mit einem Richtwert zurück.