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Wildschwein-Suche: Schwarzwild im Feld orten, bevor der Schaden wächst

Sauen im Mais zu finden ist zu Fuß mühsam und treibt die Rotte tiefer ins Feld. Mit der Wärmebilddrohne wird die Fläche aus 50 bis 100 Metern Höhe abgesucht — ohne dass ein Halm knickt und ohne die Tiere zu beunruhigen.

Neben Mais funktioniert das in jeder Kultur, die dem Schwarzwild schmeckt: Getreide, Raps, Wiesen am Waldrand. Die Arbeitshöhe hält den Lärm gering und liefert zugleich das beste Verhältnis aus Sichtfeld und Bildschärfe.

Wärmebildaufnahme eines Maisfelds mit deutlich erkennbaren Wärmesignaturen von Wildschweinen
Wärmesignaturen im Bestand — jede Sau zeichnet sich klar ab
Flughöhe
50–100 m — leise und scharf zugleich
Verfahren
Zwei Flüge: 4K-Überblick, dann Wärmebild auf denselben Wegpunkten
Meldung
Livebild aufs Handy oder Foto mit exakter Karte
Saison
Juli bis Oktober, je nach Kultur

So läuft der Suchflug ab

  1. Überblicksflug in 4K. Die Fläche wird einmal ruhig abgeflogen, Wegpunkte werden sauber gesetzt — die Route ist danach beliebig wiederholbar.

  2. Wärmebildflug auf denselben Wegpunkten. Der Pilot konzentriert sich ganz auf das Bild; jede Wärmequelle im Bestand wird erfasst und verortet.

  3. Meldung in Echtzeit. Sie erhalten das Livebild direkt aus der Drohne aufs Handy — oder, bei knappem Datenvolumen, ein Foto mit exakter Karte der Position.

  4. Auf Wunsch: Begleitung des Vertreibens. Der Treiber bekommt ein Funkgerät mit Headset und wird schrittgenau ans Schwarzwild geführt; alternativ markiert die Drohnenposition den Standort.

Kosten

Maßgeblich sind Flächengröße und Anfahrt; wiederkehrende Flüge im selben Revier sind günstiger, weil Wegpunkte und Absprachen stehen. Bis 25 Kilometer ab Eislingen/Fils ist die Anfahrt enthalten.

RICHTWERT NETTO

Grundeinsatz, bis 2 Stunden
180 €
Weitere Stunde
90 €
Flächenpreis darüber hinaus
12 €/ha

Der Grundeinsatz deckt rund 15 Hektar ab — genug für mehrere Schläge an einem Abend.

Alle Preise und Konditionen →

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Schwarzwild im Mais: was der Wärmebildflug bringt

Warum Sauen im Mais so schwer zu bejagen sind, wann der Flug funktioniert und wie die Zusammenarbeit mit der Jagd abläuft.

Das Problem

Ein Maisschlag ist für Schwarzwild Deckung, Nahrung und Kinderstube in einem. Rotten ziehen im Sommer in den Bestand und verlassen ihn kaum noch. Vom Feldrand aus ist nicht zu erkennen, ob überhaupt Sauen im Schlag stehen, geschweige denn wo. Wer ohne dieses Wissen ansitzt oder drückt, verbrennt Zeit und vergrämt das Wild in den Nachbarschlag. Der Schaden entsteht unterdessen weiter: Umgebrochene Reihen, verschmutzte Silage durch eingetragene Erde und, wo die Sauen suhlen, Ertragsausfall auf ganzen Teilflächen.

Warum Wärmebild funktioniert

Eine Sau ist deutlich wärmer als der Bestand um sie herum, und anders als beim Kitz hilft die Größe: Eine Rotte zeichnet sich im Wärmebild als Gruppe klar ab. Geflogen wird in der Dämmerung, wenn der Bestand abgekühlt ist und die Tiere aktiv werden. Aus 50 bis 100 Metern Höhe wird der Schlag in Bahnen abgesucht. Erkennbar sind Standort, ungefähre Rottenstärke und die Richtung, in die gewechselt wird.

Zusammenspiel mit der Jagd

Der Flug ersetzt keine Jagd, er macht sie planbar. Der Kameraoperator führt die Jäger per Funk ans Feld, während die Rotte noch steht. Ansitz und Drückjagd werden damit gezielt angesetzt statt auf Verdacht. Das Ergebnis wird protokolliert: Rottenstärke, Wechsel und Standort sind auch für die Schadensbewertung gegenüber dem Verpächter belastbare Angaben. Rechtlich bleibt klar getrennt: Der Flug dient der Aufklärung, nicht der aktiven Bejagung.

Grenzen

Bei starkem Regen, Nebel oder Wind über Startgrenze wird nicht geflogen. Sehr dichter, hoher Mais nach längerer Hitze kann den Temperaturunterschied so weit verringern, dass einzelne Tiere schlechter zu trennen sind; eine Rotte bleibt trotzdem erkennbar. Bricht ein Einsatz witterungsbedingt ab, entstehen keine Kosten und wir setzen einen Ersatztermin.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit für einen Suchflug?

In der Dämmerung, morgens wie abends. Dann ist der Bestand abgekühlt und die Sauen sind aktiv. Die Hauptzeit liegt zwischen Juli und Oktober, solange der Mais steht.

Darf vom Flugzeug aus gejagt werden?

Nein. Der Einsatz dient ausschließlich der Aufklärung und der Funkführung der Jäger am Boden. Die Bejagung selbst erfolgt wie immer durch die Jagdausübungsberechtigten.

Was kostet ein Suchflug?

Grundeinsatz 180 Euro bis zwei Stunden, das deckt bis etwa 15 Hektar ab. Jede weitere Stunde 90 Euro, umgerechnet ab 12 Euro je Hektar. Anfahrt bis 25 Kilometer ist enthalten.

Brauche ich die Zustimmung des Jagdpächters?

Der Einsatz wird immer mit dem Jagdausübungsberechtigten abgestimmt. In der Praxis melden sich meist Landwirt und Jagdpächter gemeinsam, weil beide etwas davon haben.

Einsatz anfragen

Kurzfristige Termine sind möglich, gerade in der Mahd- und Erntezeit. Beschreiben Sie Fläche, Ort und Zeitfenster, wir melden uns mit einem Richtwert zurück.